Fachgebiet Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung
  • JAHRESTAGUNG STÄDTEBAULICHE DENKMALPFLEGE 2013

    KULISSENZAUBER?
    Stadtquartiere zukunftsfähig gestalten

    Donnerstag, 19. September 2013, 9.00 - 17.00 Uhr
    TU Dortmund, Campus Süd, Chaudoire Pavillon

  • JAHRESTAGUNG 2012

    JAHRESTAGUNG STÄDTEBAULICHE DENKMALPFLEGE - Stadtsanierung in der aktuellen Stadtentwicklungspolitik Kurzbericht veröffentlicht.

    Weitere Informationen: www.staedtebau-denkmalpflege.de

  • Städtebauliche Denkmalpflege

    Fachgruppe Städtebauliche Denkmalpflege

    Akteure aus Universität, Wissenschaft und Praxis haben sich auf Initiative von Prof. Christa Reicher zu der Fachgruppe „Städtebauliche Denkmalpflege“ zusammengeschlossen:

    Die Fachgruppe beschäftigt sich mit dem „Gedächtnis“ der Stadt, dem Stellenwert der historischen Bausubstanz für die Identität der Stadt und die Stadtentwicklung von morgen. Dabei gewinnen der Städtebauliche Denkmalschutz und die Städtebauliche Denkmalpflege auf der Bundes- und Landesebene zunehmend an Bedeutung in der Diskussion um die Perspektiven der Städte, auch im Hinblick auf die Weiterentwicklung von Förderprogrammen.

    Die Gruppe will mit ihren Aktivitäten eine Brücke zwischen Hochschule und Planungspraxis in den Kommunen schlagen und damit das Bewusstsein im Umgang mit dem baulichen Erbe unserer Städte stärken. Im Fokus der Fachgruppe liegt weniger auf der Auseinandersetzung mit dem einzelnen Objekt als vielmehr auf einer interdisziplinären Betrachtung des historischen Kontextes, die architektonische Gesichtspunkte mit wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Aspekten verknüpft.

    Dr. Gudrun Escher, Kunsthistorikerin, Journalistin und Mitglied der Fachgruppe Städtebauliche Denkmalpflege spricht vom Städtebaulichen Denkmalschutz als einer Strategie für das Überleben: „Die europäische Stadt gilt weltweit als Vorbild wegen ihrer Vielfalt, der Fähigkeit zum Wandel und der Verwurzelung in der Geschichte. Um diese Werte zu erhalten und weiter zu entwickeln, ist es im Zeichen schrumpfender Städte in Deutschland und in der Ruhrregion im Besonderen notwendig, den Stadtorganismus besser verstehen zu lernen, um Neues dort wachsen zu lassen, wo es Aussicht auf Erfolg hat.“ Diese Erkenntnis wird in der aktuellen Diskussion um Stadtentwicklung deutlich, z.B. in Dortmund im Rahmen des Thier- Areals oder des Gesundheitshauses. Historische Stadtanalysen und daraus folgender städtebaulicher Denkmalschutz können helfen, die richtigen Entscheidungen zu finden und Bewährtes und Wertvolles bewahren, wo es bedroht ist.

    Dipl.-Ing Yasemin Utku, Architektin, Raumplanerin und Mitglied der Fachgruppe, hält die Städtebauliche Denkmalpflege insbesondere deshalb für bedeutsam, weil „räumliche Zusammenhänge und Funktionen – über den Objektschutz hinaus – erhalten werden und erfahrbar bleiben.“

    Prof. Dr. Christoph Zöpel, ehemaliger Städtebauminister in NRW und jüngst zum Honorarprofessor an der Fakultät Raumplanung ernannt, hebt in diesem Zusammenhang den Stellenwert von besonderen Denkmalen hervor: „Denkmale – vom Kölner Dom bis Zollverein – sind Festpunkte und damit gestalterische Orientierung für zukünftige Stadtentwicklung.“

    „Einer verantwortungsvollen Planung geht immer auch eine solide Bestandsaufnahme voraus, die das Vorhandene sichtet, analysiert, Qualitätspotentiale erkennt und die so gewonnenen Erkenntnisse in die aktuellen Planungsprozesse konstruktiv einwebt. Das bauliche Erbe einer Stadt, ihre historische Bausubstanz und die über Jahrhunderte gewachsenen Strukturen, zeigen den Bewohnern und Besuchern sichtbar und begreifbar einen Teil des städtischen Gedächtnisses, mit dem es sich auseinander zu setzten lohnt.“
    sagt Magdalena Leyser-Droste, Architektin im ILS und Mitbegründerin der Fachgruppe. Sie stellt über das Einzelobjekt hinaus den städtebaulichen Gesamtzusammenhang in den Mittelpunkt dieser Betrachtung.

    Publikationen

    Zukunft braucht Herkunft. Beiträge zur Städtebaulichen Denkmalpflege, Verlag Klartext (2011)

    Lexikon Denkmalschutz + Denkmalpflege, Verlag Klartext (2010)

    Gründungsmitglieder der Fachgruppe „Städtebauliche Denkmalpflege“

    Fakultät Raumplanung – TU Dortmund
    Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher
    Prof. Dr. Karl-Jürgen Krause
    Dipl.-Ing. Yasemin Utku

    ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH
    Dipl.-Ing. Magdalena Leyser-Droste

    Arbeitskreis der Denkmalpfleger im Ruhrgebiet
    Dipl.-Ing. Walter Ollenik

    sowie
    Dr. Gudrun Escher, Kunsthistorikerin und Journalistin
    Dipl.-Ing. Matthias Konegen

    Wissenschaftlicher Beirat der Fachgruppe “Städtebauliche Denkmalpflege”

    Dem Beirat gehören Persönlichkeiten an, die sich durch ihren fachlichen Hintergrund und ihre Aktivitäten als Experten und Expertinnen in der Städtebaulichen Denkmalpflege hervor getan haben.

    Mitglieder des Beirats:

    In seiner ersten Sitzung am 24.01.2013 hat der Beirat insbesondere über das Thema und die Zielsetzung der Jahrestagung 2013 beraten und weitere Aktivitäten zur Vernetzung von Wissenschaft und Praxis diskutiert.

    Kontakt

    Univ. Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher, Fachgebietsleiterin
    TU Dortmund, Fakultät Raumplanung, GB III, Raum 509
    August-Schmidt-Straße 10
    44221 Dortmund
    Tel: (0231) 755-2241
    christa.reicher@tu-dortmund.de

    Weitere Informationen:

    www.staedtebau-denkmalpflege.de