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aktuelle Reihe

STÄDTEBAULICHES KOLLOQUIUM SOMMER 2019

STB-Kolloquium-SoSe19_Mischung-web   STB-Kolloquium-SoSe19_gemischte-Quartiere-web  STB-Kolloquium-SoSe19_Hybride Mischung in Gebäuden-web

 

MISCHUNG UND MAßSTAB

Die „gemischte Stadt“ – das ist ein Grundkonsens, auf den sich gegenwärtig Architekten und Stadtplaner aller Couleur einigen können.
Die „Kreuzberger Mischung“, in den 1970er Jahren im Vorfeld der Berliner IBA als Kampfbegriff geprägt, ist längst zu einem
allgemein anerkannten Vorbild avanciert. Mischen sollen sich einerseits Funktionen, wenn – in Abkehr vom modernistischen Leitbild
der funktionsgetrennten Stadt – im selben Quartier gewohnt und gearbeitet werden kann. Man geht außerdem im Allgemeinen
davon aus, dass Urbanität nicht nur durch Funktionsmischung, sondern auch durch die Mischung von Menschen verschiedener sozialer
Schichten, Herkunft etc. entsteht. Nikolai Roskamm spricht sogar von einem „stadtsoziologischen Mischungsparadigma“.
Gleichgültig was gemischt werden soll: wenn wir die physikalische Metapher ernst nehmen wollen, erzeugt das Mischen immer ein
gewisses Maß an Unordnung. Das ist insofern bemerkenswert, als Planen ja üblicherweise darauf zielt, eine gewisse Ordnung ins
Chaos zu bringen. Und dennoch – physikalische Mischungsmetaphern finden sich allenthalben in der städtebaulichen Debatte: wir
sprechen über urbane Konglomerate und ihre Körnung, über städtische Schmelztiegel, poröse Stadträume und diffundierende Ränder.
Der erwünschten Unordnung, wie man sie bewerten soll und wie man sie herstellen kann – diesen Fragen möchten wir in diesem
Semester nachgehen. Das räumliche Mischen von Funktionen und Menschen soll auf verschiedenen Maßstabsebenen untersucht
werden: Vom einzelnen Bauwerk über die Quartiersebene bis hin zur Gesamtstadt.

 

MISCHUNG IN DER STADT
In Stadtentwicklungskonzepten, gesamtstädtischen Entwicklungsstrategien und Leitbildern integrierter Prozesse zur Zukunftsfähigkeit
der Stadt ist Mischung ein leitendes Thema - Mischung von Nutzungen, Menschen, Typologien, gebauter und gelebter Eigenarten.
Alle wollen Mischung, doch welcher Mix ist an welchen Orten in der Stadt grundsätzlich möglich? Wie hat sich das Verständnis für
gemischte Strukturen gewandelt, und wie können wir heute den Grad an gemischten Strukturen planerisch steuern und gestalten?


Die Geschichte der Mischung
Prof. Dr. habil. Nikolai Roskamm, FH Erfurt


Die neue Baunutzungsverordnung - eine Chance für mehr Nutzungsmischung?
Prof.’in Dr.-Ing. Johanna Schoppengerd, Hochschule Osnabrück


Neue Mischung in der Stadt - aus der Not eine Tugend machen
Thomas Berger, Abteilung Stadtplanung, Stadt Lünen


Moderation: Dr. Ilka Mecklenbrauck

 

Download Flyer:
MISCHUNG UND MAßSTAB I Mischung in der Stadt

 

 

GEMISCHTE QUARTIERE
Sozial gemischte Quartiere sind ein Idealbild in Stadtentwicklungsprogrammen zahlreicher (europäischer) Länder.
Angesichts von Gentrifizierungsprozessen einerseits sowie der sozialen Distanz zwischen im Quartier
zusammenlebenden unterschiedlichen sozialen Gruppen andererseits, werden im Rahmen der Veranstaltung
die Ambivalenz des Mischungsparadigmas beleuchtet und Gelingensbedingungen für soziale Mischung diskutiert.


Gentrifizierung – gesellschaftliche Ursachen und Auswirkungen in den Quartieren
Dr. Jan Üblacker, FGW Düsseldorf


Soziale Mischung – Begegnungen und Interaktionen im Quartier
Dipl.-Geogr. Isabel Ramos Lobato, ILS Dortmund


Diskussion:
Dipl.-Soz. Volker Kersting, ZEFIR/RUB
(vormals Stadt Mülheim an der Ruhr)


Moderation: Prof. Dr. Stefan Siedentop

 

Download Flyer:
MISCHUNG UND MAßSTAB I Gemischte Quartiere

 

 

HYBRIDE. MISCHUNG IN GEBÄUDEN
Als „Hybride“ werden große Gebäude bezeichnet, in denen Funktionen und Personen gemischt und in Kontakt gebracht werden,
um "Urbanität im Inneren" zu erzeugen. Während stadtähnliche Großbauten aus den 1960er und 70er Jahren gegenwärtig stark
in der Kritik stehen, werden in den Metropolen Asiens neue Mixed-Use-Komplexe errichtet, die die in Europa gewohnten Maßstäbe
noch deutlich übersteigen. Welche Potenziale und Herausforderungen liegen in diesem städtebaulichen Konzept?


Designing Cities within Cities
M.Sc. Dipl.Ing. Astrid Piber, Partner bei UNStudio, Amsterdam


Dicht und komplex. Das Ihmezentrum in Hannover
Dr.-Ing. Arch. Karen Beckmann, RMA Architekten, Hannover


Moderation: Dr.habil. Sonja Hnilica

 

Download Flyer:
MISCHUNG UND MAßSTAB I Hybride. Mischung in Gebäuden

 

Termine:

14.05.2019
Mischung in der Stadt

04.06.2019
Gemischte Quartiere

02.07.2019
Hybride. Mischung in Gebäuden

 

Das Kolloquium richtet sich an alle Studierende aller Semester an der TU Dortmund, an Kolleginnen und Kollegen anderer Fachgebiete
und Fakultäten, in Verwaltungen, privaten Büros, in Verbänden und Initiativen. Es ist als Fort- und Weiterbildungsveranstaltung
der Architektenkammer NRW anerkannt.



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