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Ruhrban / ZwischenOrte

RUHRBAN-BILD

 

RUHRBAN ZwischenOrte
Eine Reise aus Karten, Fotografie und Film  zu den informellen Orten des Ruhrgebiets

 

Ausstellung im Rahmen des New Industries Festivals 2013

9. Oktober – 17. November 2013

Dortmunder U  Campust Stadt I. OG

 

Das Ruhrgebiet ist in mehrfacher Hinsicht eine einzigartige Region. Dies gilt für die gebauten Strukturen und die Freiräume ebenso wie für das Leben in und zwischen ihnen. Der Begriff der „RUHRBANITÄT“ steht daher für die spezifische Form der Stadtlandschaft im Ruhrgebiet, die sie von klassischen europäischen Städten mit einem Kern und kompakter, zur Landschaft klar abgegrenzter Silhouette unterscheidet. Sie besteht aus unterschiedlichen räumlichen Schichten, die uns im täglichen Leben im Ruhrgebiet begegnen: Die vielen städtischen Kerne und kilometerlange, sie verbindende Straßen als Lebensadern mit einer bunten Mischung aus Geschäften, Kirchen, Industriestätten oder Wohnhäusern, die vielen fließenden Übergänge zwischen der grünen Landschaft und der Bebauung, oder die Autobahnen, Gleis- und Industrieanlagen und Brachen. Dies alles bezeichnen wir als „RUHRBAN“ – es sind die besonderen räumlichen Eigenschaften, die sich aus der Überlagerung der physischen und funktionalen Strukturen, den örtlichen und historischen Besonderheiten und den vielfältigen Aneignungsprozesse durch die Menschen ergeben.

 

Die Entstehung dieser „ruhrbanen“ Stadtlandschaft ist eng mit der Industriegeschichte verbunden, mit der Produktion von Kohle und Stahl. Doch wie hat sich ihre Struktur nach dem Ende dieses Produktionszeitalters geändert, wie wird sie einer neuen Zeit angepasst, und vor allem, wie wird sie heute von uns genutzt? Die Suche nach einer Antwort führt zunächst über die Kartierung des sich wandelnden Ruhrgebiets, entlang an den Befunden vergangener Zeit und ihrem Ausdruck an den Eingängen in die ehemaligen Fabriken, den überformten Hauptstraßen und dem Neubau der zerstörten Landschaft als „ZwischenOrten“, in denen inzwischen ein neues Leben Einzug gefunden hat.

 

Die Ausstellung will in einem Trialog aus Kartenstücken aus dem Projekt „Schichten einer Region“ der TU Dortmund mit den Werken des Essener Fotografen Bernd Langmack und den dokumentarischen Kurzfilmen von Christoph Hübner zum Umbau der Emscherlandschaft die ruhrbanen Zwischenorte als prägende Räume der Region abbilden und sich auf die Suche nach Entwürfen begeben, welche dort die Zukunft des Ruhrgebiets – zwischen Schrumpfen, Warten und Wachsen – formen. Sie suchen nach einem neuen, informellen Bild des Ruhrgebiets, abseits von tradierten Bildern. Sie enthüllen eine reiche Welt faszinierender Prozesse, Lebensweisen und Bekenntnisse von Menschen an den ungewöhnlichsten Orten des Ruhrgebiets.

 

Die Ausstellung wird von vier Film- und Vortragsabenden begleitet:

08.10. 18:00 Selbstbild und Fremdbild – aus der Sicht der Bildermacher (Vernissage)

15.10. 18:00 Ins Gebüsch : Das (Nicht-) -  Reichtum des Un-Geplanten. Spielen an und mit den Rändern

 

29.10. 18:00 Schrumpfen, Wachsen, Warten  – Die Dynamik des Ruhrgebiets und anderer Regionen

17.11. 16:00 Zwischenorte der Zukunft gewandt? Perspektiven des Wandels: (Finnisage)

 

Ausstellung im Rahmen des New Industries Festivals 2013

TU Dortmund, Fakultät Raumplanung, Fachgebiet Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung

Konzeption und Kartographie: Christa Reicher & Jan Polívka

Film: Christoph Hübner

Fotografie: Bernd Langmack

 

in Kooperation mit:

Benjamin Davy, Lehrstuhl für Bodenpolitik, Bodenmanagement, kommunales Vermessungswesen, TU Dortmund

labor b designbüro Dortmund

 

weitere Informationen und Bilder zur Ausstellung