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Städtebauliche Denkmalpflege

 

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JAHRESTAGUNG STÄDTEBAULICHE DENKMALPFLEGE 2016 

JENSEITS DES GEBAUTEN - öffentliche Räume in der Stadt

     

am 27. Oktober 2016, 9.00 - 17.30 Uhr an der TU Dortmund

Weitere Informationen finden Sie unter: www.staedtebau-denkmalpflege.de

  

Fachgruppe Städtebauliche Denkmalpflege

Das bauhistorische Erbe gilt als bedeutender Baustein bei der Profilierung von Städten und Regionen, insbesondere im Wettbewerb der Kommunen um Alleinstellungsmerkmale. Dabei scheint die denkmalpflegerische Güteklasse der historischen Bausubstanz nicht so sehr von Bedeutung zu sein wie die Unverwechselbarkeit des Ortes, geprägt durch die Vielfältigkeit und Einzigartigkeit der historisch gewachsenen Bausubstanz, innerhalb des städtebaulichen Gesamtgefüges. Besonders für Städte mit historischen Stadtquartieren, mit kulturell wertvoller Bausubstanz, ist es eine Herausforderung, die Pflege des kulturell wertvollen Erbes mit einer zukunftsfähigen städtebaulich/baulichen Entwicklungsplanung zu verknüpfen. Die Betrachtung von Denkmalschutz und Denkmalpflege unter dem besonderen Blickwinkel der städtebaulichen Relevanz birgt das Potential, die Auseinandersetzung mit dem historischen Bestand zu einem integrierten Baustein von Stadtplanung und ihren Planwerken und Planungsinstrumenten zu machen.

Akteure aus Universität, Wissenschaft und Praxis haben sich auf Initiative von Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher zu der Fachgruppe „Städtebauliche Denkmalpflege“ zusammengeschlossen:

  •     das Fachgebiet Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung, Fakultät Raumplanung der TU Dortmund
  •     das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH

Die Fachgruppe beschäftigt sich mit dem „Gedächtnis“ der Stadt, dem Stellenwert der historischen Bausubstanz für die Identität der Stadt und die Stadtentwicklung von morgen. Dabei gewinnen der Städtebauliche Denkmalschutz und die Städtebauliche Denkmalpflege auf der Bundes- und Landesebene zunehmend an Bedeutung in der Diskussion um die Perspektiven der Städte, auch im Hinblick auf die Weiterentwicklung von Förderprogrammen.

Die Gruppe will mit ihren Aktivitäten eine Brücke zwischen Lehre, Forschung und Planungspraxis in den Kommunen schlagen und damit das Bewusstsein im Umgang mit dem baulichen Erbe unserer Städte stärken. Der Fokus der Fachgruppe liegt weniger auf der Auseinandersetzung mit dem einzelnen Objekt als vielmehr auf einer interdisziplinären Betrachtung des historischen Kontextes, die architektonische Gesichtspunkte mit wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Aspekten verknüpft.

Dr. Gudrun Escher, Kunsthistorikerin, Journalistin und Mitglied der Fachgruppe Städtebauliche Denkmalpflege spricht vom Städtebaulichen Denkmalschutz als einer Strategie für das Überleben: „Die europäische Stadt gilt weltweit als Vorbild wegen ihrer Vielfalt, der Fähigkeit zum Wandel und der Verwurzelung in der Geschichte. Um diese Werte zu erhalten und weiter zu entwickeln, ist es im Zeichen schrumpfender Städte in Deutschland und in der Ruhrregion im Besonderen notwendig, den Stadtorganismus besser verstehen zu lernen, um Neues dort wachsen zu lassen, wo es Aussicht auf Erfolg hat.“ Diese Erkenntnis wird in der aktuellen Diskussion um Stadtentwicklung deutlich, z.B. in Dortmund im Rahmen des Thier- Areals oder des Gesundheitshauses. Historische Stadtanalysen und daraus folgender städtebaulicher Denkmalschutz können helfen, die richtigen Entscheidungen zu finden und Bewährtes und Wertvolles bewahren, wo es bedroht ist.

Dipl.-Ing Yasemin Utku, Architektin, Raumplanerin und Mitglied der Fachgruppe, hält die Städtebauliche Denkmalpflege insbesondere deshalb für bedeutsam, weil „räumliche Zusammenhänge und Funktionen – über den Objektschutz hinaus – erhalten werden und erfahrbar bleiben.“

Prof. Dr. Christoph Zöpel, ehemaliger Städtebauminister in NRW und jüngst zum Honorarprofessor an der Fakultät Raumplanung ernannt, hebt in diesem Zusammenhang den Stellenwert von besonderen Denkmalen hervor: „Denkmale – vom Kölner Dom bis Zollverein – sind Festpunkte und damit gestalterische Orientierung für zukünftige Stadtentwicklung.“

„Einer verantwortungsvollen Planung geht immer auch eine solide Bestandsaufnahme voraus, die das Vorhandene sichtet, analysiert, Qualitätspotentiale erkennt und die so gewonnenen Erkenntnisse in die aktuellen Planungsprozesse konstruktiv einwebt. Das bauliche Erbe einer Stadt, ihre historische Bausubstanz und die über Jahrhunderte gewachsenen Strukturen, zeigen den Bewohnern und Besuchern sichtbar und begreifbar einen Teil des städtischen Gedächtnisses, mit dem es sich auseinander zu setzten lohnt.“
sagt Magdalena Leyser-Droste, Architektin im ILS und Mitbegründerin der Fachgruppe. Sie stellt über das Einzelobjekt hinaus den städtebaulichen Gesamtzusammenhang in den Mittelpunkt dieser Betrachtung.

Publikationen

König Kunde - Handel in der Stadt
Gudrun Escher, Magdalena Leyser-Droste, Walter Ollenik, Christa Reicher, Yasemin Utku (Hg.)
Beiträge zur Städtebaulichen Denkmalpflege, Band 6, Klartext (2015)

Kulissenzauber? Stadtquartiere zukunftsfähig gestalten
Gudrun Escher, Magdalena Leyser-Droste, Walter Ollenik, Christa Reicher, Yasemin Utku (Hg.)
Beiträge zur Städtebaulichen Denkmalpflege, Band 5, Klartext (2014)

Stadtsanierung in der Stadtentwicklungspolitk
Gudrun Escher, Magdalena Leyser-Droste, Walter Ollenik, Christa Reicher, Yasemin Utku (Hg.)
Beiträge zur Städtebaulichen Denkmalpflege, Band 4, Klartext (2013)

Zukunft braucht Herkunft
Eva Dietrich, Magdalena Leyser-Droste, Walter Ollenik, Christa Reicher, Yasemin Utku (Hg.)
Beiträge zur Städtebaulichen Denkmalpflege, Band 3, Klartext (2012)

Planning Spaces through intercultural dialogue
Christa Reicher, Katrin Bäumler, Maram Tawil, Dana Jacob, Lubna Shaheen (Hg.)
Beiträge zur Städtebaulichen Denkmalpflege, Band 2, Klartext (2010)

Lexikon Denkmalschutz + Denkmalpflege
von Karl-Jürgen Krause. Mit Vorwort von Christa Reicher und Walter Ollenik.
Beiträge zur Städtebaulichen Denkmalpflege, Band 1, Klartext (2010)

Weitere Informationen zu den Publikationen der Fachgruppe Denkmalpflege finden Sie hier.

Gründungsmitglieder der Fachgruppe „Städtebauliche Denkmalpflege“

  • Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher, Fakultät Raumplanung - TU Dortmund
  • Dipl.-Ing. Magdalena Leyser-Droste, ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH
  • Dr. Gudrun Escher, Kunsthistorikerin und Journalistin
  • Dipl.-Ing. Yasemin Utku, Fakultät Raumplanung - TU Dortmund
  • Dipl.-Ing. Bauassessor Walter Ollenik, Architekt und Denkmalpfleger

 

Mitglieder der Fachgruppe „Städtebauliche Denkmalpflege“

  • Dr. Alexandra Apfelbaum, Kunst- und Architekturhistorikerin
  • Dr. (des.) Martin Bredenbeck, Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU)
  • Prof. Dr. Karl-Jürgen Krause, ehem. Fakultät Raumplanung - TU Dortmund
  • Dr. Nina Overhageböck, Wissenschaftliche Referentin
  • Dipl.-Ing. Rainer Rossmann, Diplom-Ökonom
  • Dipl.-Ing. Katja Schlisio, Fachrichtung Architektur und Städtebau



Wissenschaftlicher Beirat der Fachgruppe “Städtebauliche Denkmalpflege”

Dem Beirat gehören Persönlichkeiten an, die sich durch ihren fachlichen Hintergrund und ihre Aktivitäten als Experten und Expertinnen in der Städtebaulichen Denkmalpflege hervor getan haben.

Mitglieder des Beirats:

  • Prof Dr.-Ing. Karl-Heinz Cox, Kuratorium der Landesinitiative StadtBauKultur NRW
  • Dr. Jörg Heimeshoff, Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege Düsseldorf
  • Dr. Angela Koch, Denkmalpflege Remscheid
  • Ursula Mehrfeld, Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur
  • Dr. Holger Mertens,  LWL Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
  • Dr. Thomas Otten, Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW
  • Dr. Andrea Pufke, LWR Amt für Denkmalpflege im Rheinland
  • Prof. Dr. Christoph Zöpel, Minister a.D.

In seiner ersten Sitzung am 24.01.2013 hat der Beirat insbesondere über das Thema und die Zielsetzung der Jahrestagung 2013 beraten und weitere Aktivitäten zur Vernetzung von Wissenschaft und Praxis diskutiert.

Kooperationen

ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung

LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Dr. Holger Mertens - Kommissarischer Landeskonservator für Westfalen -Lippe

LVR Amt für Denkmalpflege im Rheinland
Dr. Andrea Puffke - Landeskonservatorin für das Reinland

 

Kontakt

Univ. Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher, Fachgebietsleiterin
TU Dortmund, Fakultät Raumplanung, GB III, Raum 509
August-Schmidt-Straße 10
44221 Dortmund
Tel: (0231) 755-2241
christa.reicher@tu-dortmund.de


Weitere Informationen:

www.staedtebau-denkmalpflege.de



Nebeninhalt

sbdp

 

Weitere Informationen
www.staedtebau-denkmalpflege.de

 

Jahrestagung Städtebauliche Denkmalpflege
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