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SAVE THE DATE - Städtebauliches Kolloquium Sommer 2019

STÄDTEBAULICHES KOLLOQUIUM SOMMER 2019 I MISCHUNG UND MAßSTAB

14.05.2019 I Mischung in der Stadt

04.06.2019 I Gemischte Quartiere

02.07.2019 I Hybride. Funktionsmischung in Gebäuden

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STÄDTEBAULICHES KOLLOQUIUM SOMMER 2019

MISCHUNG UND MAßSTAB

 
Die „gemischte Stadt“ – das ist ein Grundkonsens, auf den sich gegenwärtig Architekten und Stadtplaner aller Couleur einigen können.
Die „Kreuzberger Mischung“, in den 1970er Jahren im Vorfeld der Berliner IBA als Kampfbegriff geprägt, ist längst zu einem
allgemein anerkannten Vorbild avanciert. Mischen sollen sich einerseits Funktionen, wenn – in Abkehr vom modernistischen Leitbild
der funktionsgetrennten Stadt – im selben Quartier gewohnt und gearbeitet werden kann. Man geht außerdem im Allgemeinen
davon aus, dass Urbanität nicht nur durch Funktionsmischung, sondern auch durch die Mischung von Menschen verschiedener sozialer
Schichten, Herkunft etc. entsteht. Nikolai Roskamm spricht sogar von einem „stadtsoziologischen Mischungsparadigma“.
Gleichgültig was gemischt werden soll: wenn wir die physikalische Metapher ernst nehmen wollen, erzeugt das Mischen immer ein
gewisses Maß an Unordnung. Das ist insofern bemerkenswert, als Planen ja üblicherweise darauf zielt, eine gewisse Ordnung ins
Chaos zu bringen. Und dennoch – physikalische Mischungsmetaphern finden sich allenthalben in der städtebaulichen Debatte: wir
sprechen über urbane Konglomerate und ihre Körnung, über städtische Schmelztiegel, poröse Stadträume und diffundierende Ränder.
Der erwünschten Unordnung, wie man sie bewerten soll und wie man sie herstellen kann – diesen Fragen möchten wir in diesem
Semester nachgehen. Das räumliche Mischen von Funktionen und Menschen soll auf verschiedenen Maßstabsebenen untersucht
werden: Vom einzelnen Bauwerk über die Quartiersebene bis hin zur Gesamtstadt.

 

Das Kolloquium richtet sich an alle Studierende aller Semester an der TU Dortmund, an Kolleginnen und Kollegen anderer Fachgebiete
und Fakultäten, in Verwaltungen, privaten Büros, in Verbänden und Initiativen. Es ist als Fort- und Weiterbildungsveranstaltung
der Architektenkammer NRW anerkannt.