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Winterschule 2021 I Die Post-Pandemische Stadt

WINTERSCHULE

FACHLICHER NACHWUCHS ENTWIRFT ZUKUNFT

 

Die Post-Pandemische Stadt - Transformation von Wohnen und Arbeiten

Format: Interdisziplinäre digitale Summer School

05.03.2021- 12.03.2021

 

Die Post-Pandemische Stadt

Die Folgen der aktuellen Covid-19 Pandemie haben weltweit das öffentliche Leben in der Stadt erheblich verändert, zeitweise eingeschränkt und zu neuen Formen des öffentlichen Zusammenlebens geführt. Globale Pandemien haben historisch unsere Stadtsysteme verändert und z.B. im 14. Jahrhundert im Kontext der Cholera-Epidemie die Wasserfilterung in Hamburg durch Robert Koch ermöglicht. Als Reaktion auf die spanische Grippe Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das städtebauliche Ideal von Licht, Luft und Sonne entwickelt, das seine gestalterische Schule im Bauhaus fand. Wird auch die Covid-19 Pandemie ähnlich fundamentale Auswirkungen auf Architektur, Städtebau und Stadtplanung des 21. Jahrhunderts haben?

Durch einen Lockdown und strenge Hygieneregeln ist das öffentliche, aber auch das Arbeits- und Pri­vatleben nachhaltig verändert worden. Zu der ungeduldigen Frage „wann die Stadt endliche wieder „die Alte“ sein wird“, bekommen wir von den Trendforschern die trockene Antwort „niemals mehr“. Die Krise der Pandemie kann hierbei als ein Brennglas aktueller urbaner Entwicklungen verstanden werden, wel­che die bereits bestehenden Entwicklungen verstärkt hat. Hierzu zählt unter anderem ein verändertes Einkaufsver­halten mit räumlichen Auswirkungen auf die Innenstädte, ein verändertes Reiseverhalten mit einem ver­stärkten Fokus auf das Quartier sowie die Konzentration der Freizeitaktivitäten auf das eigene Quartier. Im Kontext der Pandemie haben aber insbesondere Wohnen und Arbeit eine Re- Konfiguration erfahren. Die traditionell eher getrennten Aktionsräume von Wohnen und Arbeiten sind durch Home-Office, Home-Schooling und digitales Arbeiten neu definiert worden. Die Pandemie hat die Arbeitskultur aus­differenziert und die Akzeptanz von ortsunabhängigem Arbeiten verändert, sodass Arbeiten von zuhause völlig neue Qualitäten erreicht. Die Post-Pandemische Stadt bietet die Chance einer ortsunabhängigen Re-Konfiguration von Arbeit und Wohnen. Es sich die Frage welche räumlichen Implikationen die Dezentralisierung von Arbeit mittel- und langfristig auf unsere städtischen Räume haben wird und ob die neuen Formen ortsunabhängiger Arbeit auch zu nachhaltigeren und gemischteren Stadtstrukturen führen und dem Quartier eine neue Bedeutung geben.

 

Mit dem Ziel, zukunftsweisende Lösungsmöglichkeiten für die aktuellen Herausforderungen von Städten zu erarbeiten, hat die Winterschule des Projekts „Fachlicher Nachwuchs entwirft Zukunft“ der Nationalen Stadtentwicklungspolitik, Studierende unterschiedlicher Hochschulen im Rahmen einer digitalen Workshop-Woche zusammengebracht. Als Untersuchungsgebiete standen den Studierenden sechs unterschiedliche Räume in Nordrhein-Westfalen zu Verfügung. Die Standorte spiegelten dabei verschiedene stadträumliche Zusammenhänge wider: angefangen bei den dörflichen Strukturen der Gemeinde Bödefeld, wurden die eigenen Forschungs­ansätze auf den kleinstädtischen Stadtkern in Schwerte, großstädtische Innenstadtstrukturen in Essen, das Gründerzeitquartier Mirke in Wuppertal, die 50er Jahre Reihenhaussiedlung in Essen Altenessen und die Großwohnsiedlung Rentfort in Gladbeck übertragen. Neben einem strategischen Masterplan hatten die Studierenden die Aufgabe in interdisziplinären Teams prozesshaft die zukünftige Entwicklung der Gebiete bis in das Jahr 2040 schrittweise darzustellen, sowie eine stadträumliche Vertiefung zu erarbeiten. Unterstützt wurden die Gruppen durch praxisbezogene Key-Note-Lectures von Expert:innen, zu den Themen Wohnen nach Corona, Wohnen in NRW, und der Transformation der „Alten Feuerwache Weimar“. Entstanden sind innovative, kreative und zukunftsweisende Aussagen zu der Transformation von Wohnen und Arbeiten in unterschiedlichen Stadträumen, welche in einer anschließenden Publikation veröffentlich werden.

 

Winterschule-2021_Zoom-web

 

Partner:

Technische Universität Berlin, Technische Universität Kaiserslautern, Bergische Universität Wuppertal, Universität Stuttgart, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Hochschule Coburg, BTU Cottbus-Senftenberg, Fachhochschule Erfurt, Leibniz Universität Hannover, Universität Kassel

 

Förderung:

Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung (BBSR), Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat, NRW.Bank

 

Konzept und Management:

Technische Universität Dortmund, Technische Universität Berlin

 

Weitere Infos:

https://postpandemische-stadt.de/de/startseite/

 

Kontakt: