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REALLABOR Tiflis, Georgien

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Workshop: Studienprojekt Entwicklungskonzept des Stadtviertels „Plechanow“, ehemaliges Neu Tiflis. Tiflis – Georgien, 16.-18. Juni 2017.

  

Das Stadtviertel „Plechanow“:

Das ehemalige „Neu Tiflis“ entstand im Jahre 1818-19 als eine deutsche Kolonie, wo hauptsächlich Obst und Gemüse angebaut wurden und auch handwerkliche Tätigkeiten ausgeübt wurden. Im Letzen Drittel des XIX Jahrhunderts entwickelte sich die Siedlung zu einem städtischen Quartier mit der Hauptstraße (Michaelstraße, später Plechanow- und heute Agmaschenebelistr.). Die auf beiden Seiten liegenden schmalen und tiefen Parzellen fügten sich zu einer Wohnblockbebauung mit kleinen Innenhöfen zusammen. Es blieben nur noch wenige Grünflächen über, die bis heute noch als öffentliche Parks genutzt werden. Nach dem 1. Weltkrieg, in der Sowjetzeit, wurden die Mehrheit der Gebäude enteignet und eine fliehende Landbevölkerung überlastete die Stadt. Die Stadt verdichtete sich und damit verschlechterten sich die Lebensbedingungen und die wertvolle Bausubstanz. Heute sind die Wohnungen wieder von Privateigentum und Einwohner leben in Genossenschaften, sie alleine sind für die Instandsetzung ihrer Wohnungen verantwortlich. Dieses erschwert eine Stadterneuerung und verlangt nach neuen Entwicklungskonzepten in Zusammenarbeit zwischen Privatem und der Öffentlichkeit. Das REALLABOR, eine Gruppe von Studierenden und berufstätigen Architekten und Stadtplanern, von Surab Bakradse geleitet, haben sich mit viel Engagement dieses Quartier ausgesucht um neue Konzepte für die Stadtplanung in Tiflis zu entwickeln und zu erproben.

  

Projekt REALLABOR 2:

Das REALLABOR für Stadtplaner der Zukunft TBILISSI e.V. hat zu seinem 2. städtebaulichen Projekt das Gebiet des ehemaligen Neu Tiflis gewählt. Das Projekt wird in Partnerschaft mit dem südkaukasischen Regionalbüro des FES und mit dem Goethe Institut Tiflis entwickelt.

In der ersten Phase des insgesamt 16-monatigen Projekts wird ein Entwicklungskonzept des gesamten Stadtviertels erarbeitet, um danach einen städtebaulichen Entwurf im Sinne der behutsamen Quartierserneuerung, Sanierung und mäßiger Verdichtung für einen kleineren Teil davon aufzustellen. Eine etwas konkretere Planung in dieser zweiten Phase wird zeigen, welche Strategien der Stadtentwicklung verwendet werden können, um Missstände zu beseitigen und dem Quartier eine Chance einer sicheren, sozial gesunden und räumlich-materiell hochwertigen Entwicklung zu geben.

  

Ablauf:

Im Rahmen des Projekts fand vom 16. bis zum 18. Juni 2017 ein dreitägiger Workshop „Studienprojekt Entwicklungskonzept des Stadtviertels Plechanow“ in Tiflis - Georgien statt.

Nach einer Ortsbesichtigung des Quartiers „Plechanow“ am ersten Tag, gab es Vorträge zum Thema „Bestandserneuerung in internationaler Praxis“. Referenten waren Prof.’in Christa Reicher, Prof. Urs Kohlbrenner, Volker Katthagen und Toni Karge mit anschließender Podiumsdiskussion. Folgend, am zweiten Tag, nach einer Besprechung für eine perspektivische Kooperation zwischen der TU Dortmund, die TU Berlin, die TU Georgien und das REALLABOR, wurde die Zwischenergebnisse des Projektes auf der „Agmaschenebeli Straße“ den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt und es wurde diskutiert, um ihre Bedürfnisse und Wünsche in der Planung miteinzubeziehen. Dies geschah im Rahmen der Feierlichkeiten zum 200-ten Jahrestag der Gründung deutscher Siedlungen in Tiflis.

Am Letzen Tag wurde die Bestandsaufnahme den Teilnehmer des Workshops präsentiert und es wurden Anstöße für eine Vision des Entwicklungskonzepts für die Erneuerung und zum Schutz der Bausubstanz des Stadtviertels „Plechanow” diskutiert. Nach einer intensiven konzeptionellen Auseinandersetzung verabschiedeten sich die Teilnehmenden bei einem gemeinsamen Abendessen mit der Hoffnung sich im September 2017 für die Abschlusspräsentation wieder zu sehen.

 

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